Spezielles über die Gesundheit

Diese Situation haben Sie sich schon alle erlebt: Man sitzt mit Freunden beim Bier und diskutiert über Gott und die Welt, bis einer erzählt, er habe Knieprobleme. Auf Anhieb ist man umgeben von Kniespezialisten, und jeder hat eine Diagnose oder einen Ratschlag wie man das Problem lösen kann. Unsere Arbeit besteht nicht aus reden, sondern aus handeln.
Ich arbeite aus diesem Grund nicht zuerst an der Schmerzstelle, sondern ich beginne meine Behandlung am Becken. Ich möchte Ihnen mit regelmässigen Tipps zur Seite stehen, wie man sich mit körperlichen Unstimmigkeiten auseinander setzen kann.
Gleichzeitig nummeriere ich die Tipps, dass es besser zu finden ist.
Beim nächsten Eintrag stelle ich kurz meine Arbeit vor.
1. Tipp · 2. Tipp · 3. Tipp · 4. Tipp · 5. Tipp · 6. Tipp

1. Tipp
Für meine Arbeit ist das Becken ein wichtiger Indikator.
D. h. Bei einem Beckenschiefstand entstehen unterschiedliche Beinlängen, verkrümmte Wirbel-säulen, etc… Dies sind Ursachen, die vom Becken ausgehen und die sich gut behandeln lassen. Über das Akupunktursystem habe ich sehr gute Möglichkeiten, um das Ungleichgewicht im System positiv zu beeinflussen und zu korrigieren.
Wenn jemand zum ersten Mal bei mir ist, kann er/sie sich auf dem grünen Stuhl bequem machen. Ich befrage den Patienten über körperliche Beschwerden und die jetzige Situation. Nachher gebe ich Auskunft wie die 1. Behandlung abläuft, sodass sich die Patienten dies auch vorstellen können, nehme ich ein kleines Skelett zur Hand um ihnen (als Beispiel) zu zeigen wo sich das Ilio-Sakral-Gelenk (ISG, Darm-Kreuzbein-Gelenk) befindet.
Der weitere Verlauf ist, dass ich im sitzendem Zustand den Körper inspiziere und mir Notizen mache. Im Liegen geht es darum, die Beweglichkeit von allen Gelenken zu testen. Als nächstes beginne ich mit dem Energetischem-Ausgleich, Lymphen (über das Akupunktur-System), Ilio-Sakral-Gelenk und alle anderen Hand und Fussgelenke lösen, zum Teil arbeite ich schon mit Wärme (Moxa).

2. Tipp
Es gibt heute so viele schöne Strümpfe oder Socken, die man im Herbst und Winter tragen kann, damit die Füsse kuschelig warm bleiben. Bei meiner Tätigkeit als Therapeut, sehe ich immer wieder, dass die Leute auf der Strasse oder meine Patienten keine Strümpfe tragen. Bei diesen Jahreszeiten ist es von Vorteil, dass man sich schützt. Wenn man sich das vor Augen hält, dass diese Kälte in den Füssen direkt auf den Körper übertragen wird, macht es Sinn die Wärme zu speichern.
Ein kleines Beispiel: Betrachten Sie den Fuss im Liegen vom Fersen zu den Zehen. Das Fersenbein bildet den Beckenbereich, das Fussgewölbe korrespondiert mit der Wirbelsäule und die Grosszehe mit dem Kopf. Die Darstellung könnte man noch verfeinern, aber das brauchen wir hier nicht. Also, wenn das Fersenbein über längere Zeit sich kalt anfühlt, ist meistens der Bauch und der Lendenbereich kalt, und das leitet die Kälte weiter zu der Blase oder zu unseren Geschlechtsorganen. Dies ist eine Zone die Wärme braucht….es gibt ein Sprichwort das besagt: „Habe ich warme Füsse, dann habe ich am ganzen Körper warm“.      

3. Tipp
Das Leben kann sehr spannend sein, man muss einfach etwas ausprobieren und Neues entdecken. So soll es auch sein beim normalen Gehen, machen sie einmal einen Test, wenn sie Lust und Zeit haben. Zu Hause ohne Hausschuhe oder Strümpfe, einfach barfuss. Sie verkürzen ihren Schritt um die Hälfte und setzten den Fersen auf, durch die Verlagerung des Gewichtes nach vorne, rollen sie über das Sprunggelenk ab. Beim weiteren Verlauf hebt sich das Fersenbein vom Boden ab. Sie gehen langsam weiter und rollen über das Kahnbein, Keilbein, Würfelbein und Mittelfuss ab und weiter über die Zehengrundgelenke. Für diesen Schritt benötigen sie etwa 5 Sekunden, es ist wichtig langsam zu gehen. Bleiben sie tief, nicht auf und ab mit dem Körper. Wenn sie Mühe haben das Gleichgewicht zu halten, oder beim Abrollen über die Zehengrundgelenke ziehen sie die Zehen zusammen, dann empfehle ich ihnen mit diesem Training anzufangen. Dieses Gehen stabilisiert den Fuss, das Kniegelenk, wie auch das Gleichgewichtsorgan. Vor allem ist es ein Training, wo es nicht um Schnelligkeit und Zeit geht.

4. Tipp
Zum letzten Tipp möchte ich noch eine kleine Erweiterung dazu schreiben.
Wenn ich das Abrollen über den Fuss verinnerlicht habe, kann ich beginnen über die plantare Fussmuskulatur Kraft in den Bewegungsablauf hinein zu bringen. Das heisst, sobald die Ferse sich vom Boden abhebt gebe ich Druck in den Fuss (Vom Zehengrundgelenk bis zur Ferse). Es entsteht eine kleine Beschleunigung und am Anfang auch eine kleine Unsicherheit, die sich aber nach zwei bis drei Minuten verschwindet. Diese Lauftechnik kann ich überall anwenden, im flachen Gelände wie auch in steilen Anstiegen. Im Gelände muss die Schrittlänge um die Hälfte reduziert werden, damit die Abrollbewegung und die Kraft sich optimal entwickelt. Im späteren Zeitpunkt kann die Schrittlänge wieder verlängert werden. Um gut abwärts zu laufen kann diese Technik umgekehrt angewendet werden. So bald die Ferse Bodenkontakt hat bremse ich über die pantare Fussmuskulatur ab (Von der Ferse bis zum Zehengrundgelenk). So kann auch der lästige Muskelkater ein wenig reduziert werden.    

5. Tipp
Der Beckenboden ist wichtig für „Weiblein“ und „Männlein“. Bei den Frauen ist der Beckenboden schon seit Jahren ein Thema. Für viele Männer ist es eine Tabu-Zone, über die man sich auch lustig machen kann. Nach meiner Erfahrung wird der Beckenboden um die 50 Jahre für jeden Erwachsenen wichtig, und dem man Beachtung schenken sollte. Unsere Essensweise ist auch ein Grund wieso der Beckenboden immer früher zu einem Thema wird. Zusätzlich die kalten Getränke, die im Sommer und im Winter angeboten werden. Wie auch die Rohkost, die bei uns einen grossen Stellenwert einnimmt, die aber eher ein Bindegewebs-Killer ist. Um den Beckenboden optimal zu trainieren, ist es empfehlenswert warme Speisen zu sich zu nehmen, um Wärme im ganzen Körper zu generieren.  Bei Patienten, die den Beckenboden nicht spüren rate ich ein paar Sitzungen mit Akupunkturmassage zu buchen, damit gezielt mit der Wärme-Anwendungen nachgeholfen werden kann. Eine andere Möglichkeit ist, dass man sich jeden zweiten Tag ein warmes Tuch auf den Bauch legt, unterhalb des Bauchnabels und der Symphyse. Während die Wärme den Unterleib so angenehm wärmt kann man im Liegen mit dem Training beginnen.   

6. Tipp
Viele Leute wissen gar nicht was der Beckenboden ist. Der Beckenboden schliesst den unteren Beckenbereich mit einer aktiven Muskulatur ab, d.h. von der Symphyse (vorne) bis zum Steissbein (hinten).
Wenn der Beckenboden schwächer wird können die unteren Organe absacken. Wenn das passiert sind die Membranen (Häute), die jedes Organ in der richtigen Position halten auch mit betroffen. Diese Membranen umschliessen die Organe und gewähren eine kleine Beweglichkeit untereinander. Bei einer grossen Schwäche können auch Veränderungen im Beckenbereich, Darmkreuzbein-Gelenk (ISG), Hüfte, Knie, Füsse oder in der ganzen Wirbelsäule entstehen. Deshalb muss beim Beckenboden-Training das Bindegewebe mit behandelt werden.
Im Tipp 5 sind einige Anregungen zu diesem Thema, die auch zum Erfolg führen.